Schwarze Küchenschelle (Pulsatilla pratensis subsp. nigricans)

Pulsatilla pratensis subsp. nigricans
Schwarze Küchenschelle

Ausdauernde, besonders in der Jugend, dicht weiß-grau behaarte Pflanze, 10-30 cm hoch (zur Fruchtzeit bis zu 50 cm). Blüten bereits beim Aufblühen nickend, Perigon innen und außen schwarz violett, ihr „Pelz“ zumeist weiß. Blütenblätter glockenförmig bis konisch zusammen neigend, länger als die zahlreichen gelben Staubblätter, Fruchtblätter samt Griffel so lange wie die Blütenhüllblätter. Reife Früchtchen mit bis 6 cm langem Federschweif (Windverbreitung). Laubblätter mehrfach gefiedert, mit schmal linealen Zipfel (1-3 mm breit), weiß-zottig behaart, ebenso der Stängel mit den 3 wirtelig gestellten und in Zipfel gegliederten Hochblätter.

Standort, Vorkommen:

Trockenrasen, Wiesensteppen, (Schwarz-Föhren-) Waldränder. Im pannonischen Gebiet von und Burgenland relativ häufig, gefährdet durch Vernichtung der Trockenrasen. Verwandte Sippen in fast ganz Mittel- und Osteuropa, vornehmlich im kontinentalen Bereich. Gesetzlich geschützt.

Allgemeines:

Küchenschellen sind in allen Teilen giftig, sie enthalten das Gift Anemonin (auch in anderen Hahnenfuß-Arten), das durch Lähmung des Zentralnervensystems den Tod herbeiführen kann. Medizinisch soll die Küchenschelle schon von den alten Kelten verwendet worden sein. Als volkstümliches Arzneimittel fand sie Anwendung gegen Keuchhusten, Gicht, Hautkrankheiten und Asthma. Wegen ihrer starken Giftwirkung ist man jedoch von ihrem Gebrauch abgekommen.

Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Unterfamilie: Ranunculoideae

Tribus: Anemoneae

Gattung: Kuhschellen (Pulsatilla)

Art: Wiesen-Kuhschelle

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