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Das Naturschutzgebiet „Fehhaube-Kogelsteine“ liegtam Westrand des Weinviertels, etwa 2,5 km östlich derStadt Eggenburg. Diebeeindruckenden Gesteinsformationen sind Ergebnisder für Granit typischen Wollsackverwitterung. Die rund 560 Millionen Jahre alten Granite werden durch tektonische Beanspruchung senkrecht und durch die Entspannung infolge geringer werdender Auflast waagrecht von Rissen durchzogen, an welchen die Verwitterung ansetzt. Durch das Zusammenwirken physikalischer und chemischer Verwitterungsprozesse entstanden allmählich kantengerundete Gesteinsblöcke, die wie Wollsäcke über einander gestapelt liegen.

Die Felsgebilde regten in der Vergangenheit die Phantasie vieler Menschen an. So werden sie nach ihrem Aussehen als Wächter, Riesensitz, Herrgottsitz, Schwammerl, Spaltstein oder als Feh(den) haube bezeichnet.

Vor der Errichtung der Bahnstrecke gab es in der näheren Umgebung zahlreiche Steingebilde, die jedoch größtenteils zerstört wurden. So wird in einem Bericht der Krahuletzgesellschaft erwähnt, dass wertvollste Granitblöcke für den Bahnbau (1865-1870) „von Steinmetzen heimlich zerschlagen und verarbeitet“ wurden.

Der hier vorkommende Silikattrockenrasen beherbergt eine Vielzahl an besonderen, zum Teil gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Zu den prominentesten Pflanzenarten des Gebietes zählen die Sandschwertlilie und der niederliegende Besenginster. Unter den Tieren findet das Ziesel, der Neuntöter, die Sperbergrasmücke, die gefleckte Keulenschrecke und auch Schafe.

 

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